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Geburt

Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
Stand: 02.11.2009
Mutter mit Neugeborenem
©iStockphoto.com/nmaxfield

Kurz vor der Geburt beginnt für die Familie eine aufregende Zeit. Viele Frauen fühlen sich körperlich unwohl und reizbar, haben Rückenschmerzen und wünschen sich, dass es bald vorbei ist. Eben deshalb sollte man alle organisatorischen Fragen rund um die Geburt nicht in letzter Minute entscheiden.

Besser sollte man sich beizeiten in Ruhe überlegen, welche Geburt man wünscht. Im günstigsten Fall erfährt die zukünftige Mutter genügend Unterstützung von Partner, Freunden und/oder den eigenen Eltern. Aber auch wenn sie alleine ist, sollte sie sich mit anderen Leuten auszutauschen und Informationen sammeln, um sich für den richtigen Weg zu entscheiden.

Die Geburt

Eingeteilt wird die Geburt selbst in drei Phasen.

Die Eröffnungsphase

In der Eröffnungsphase kommt es verstärkt zu Wehen, welche alle 10 bis 15 Minuten auftreten. Diese werden häufig von Schmerzen im Rücken- Becken- und Bauchbereich begleitet. Das Baby bewegt sich mit dem Kopf voran in Richtung Becken. Desweiteren öffnet sich der Muttermund.

Im Laufe der Eröffnungsphase kommt es dann zum reißen der Fruchtblase. Sollte Sie nicht selbstständig Platzen wird sie von Hand der Ärzte oder der Hebamme geöffnet.

Die Austreibungsphase

Die Austreibungsphase beginnt mit den sogenannten Presswehen. Diese sind deutlich intensiver als die Wehen der Eröffnungsphase. Mit dem Kopf voran wird nun das Baby herausgepresst. Während der Austreibungsphase wird der Herzschlag des Kindes regelmäßig überprüft. Ist das Kind geboren, kommt es zur letzen Phase.

Die Nachgeburt

Ungefähr eine halbe Stunde nach der Geburt kommt es erneut zu Wehen. Hierbei wird die Plazenta von der Gebärmutterwand abgestoßen. Anschließend wird kontrolliert, ob alle Teile der Plazenta wirklich vorhanden sind, da der Verbleib in der Gebärmutter zu Gesundheitsschädigungen wie Entzündungen kommen kann.

Geburtsort

Es gibt es viele Alternativen zur traditionellen Geburt im Krankenhaus. Man kann zwischen verschiedenen Orten und Arten der Geburt wählen. Daher sollte man Vor- und Nachteile abwägen und überlegen, was am besten passt. Sehr wichtig ist, dass man sich am Ort der Geburt wohlfühlt. Die verschiedenen Orte sollten vor der Geburt besucht werden. So kann die Frau erspüren, welche Umgebung ein Gefühl von Vertrautheit vermittelt.

Klinik

In der Klinik gibt es die Möglichkeit, bei Komplikationen, jederzeit medizinisch eingreifen zu können. Dort kann auch ambulant entbunden werden. Man bleibt dann im Regelfall nach der Geburt noch mindestens zwei Stunden zur Beobachtung dort und kann anschließend nach Hause gehen. Wenn bereits vorgeburtlich die Dienste einer Hebamme in Anspruch genommen wurden, besteht in den meisten Krankenhäusern die Möglichkeit, diese zur Geburt mitzubringen. In jedem Fall ist es günstig, eine Hebamme für die Nachsorge zu beauftragen.

Alternative Geburtsorte sind nur dann unbedenklich, wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufen ist. Man sollte sich deshalb während der Schwangerschaft regelmäßig untersuchen lassen und die Geburtspläne mit dem Arzt besprechen. In jedem Fall ist es ratsam, jede Geburt zusätzlich in einer Klinik anzumelden. Im Geburtshaus und zuhause besteht keine Möglichkeit, bei spontanen Komplikationen zu handeln.

Geburtshaus

Ein Geburtshaus wird von Hebammen geführt. Die meisten Frauen fühlen sich dort sehr einfühlsam betreut. Eine Möglichkeit zum medizinischen Eingriff bei Komplikationen gibt es jedoch nicht. Im Notfall muss die Gebärende ins Krankenhaus transportiert werden.

Arztpraxis

Es gibt auch die Möglichkeit, in einer Arztpraxis ambulant im dafür eingerichteten Geburtszimmer zu entbinden.

Hausgeburt

Die Hausgeburt kommt nur für Frauen in Frage, die eine unkomplizierte Geburt erwarten. Die gewohnte Umgebung schafft Vertrauen in die eigenen Kräfte. Dabei sollte man sich frühzeitig um eine Hebamme bemühen, die bei der Geburt begleitet. Nicht alle Hebammen begleiten Hausgeburten.

 
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