Jo-Jo-Effekt

  • Autor: Lars Wenk
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 17.05.2010
  • Artikel: 10.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Waage mit Jo-Jo

©iStockphoto.com/kroach

Der Begriff „Jo-Jo-Effekt“ erinnert an ein bekanntes Spielzeug: das Jo-Jo. Dessen Name spiegelt die charakteristische Bewegung des Spielzeugs wider. Es kommt immer wieder nach oben, wenn es an der befestigten Leine nach unten geschleudert wurde. Der „Jo-Jo-Effekt“ bezeichnet ein stetiges Wiederkehren des verlorenen Gewichts nach Beendigung einer Diät.

So entsteht ein Jo-Jo-Effekt

„Je höher der Berg, desto tiefer das Tal!“ Das bedeutet: Umso schneller eine Diät zum Gewichtsverlust führt, desto größer die Gefahr, dass das verlorene Gewicht wiederkommt. Manchmal wiegt man sogar mehr als vor der Diät.

Solch ein Effekt tritt immer dann auf, wenn Ernährungsumstellungen auf Prinzipien des Hungerns und Verzichtens aufbauen. Hauptursache für einen Jo-Jo-Effekt ist also die radikale Unterversorgung mit Kalorien.

Der Körper merkt sich, was und wie viel ihm zugeführt wird. Ist die Kalorienzufuhr dauerhaft eingeschränkt, schaltet der Körper auf „Sparflamme“. Da weniger Verbrennungsenergie zur Verfügung gestellt wird, verbraucht er auch weniger.

Wird solch eine drastische, extrem kalorienarme Diät über den Punkt des „Sparmodus“ hinaus ausgeführt, greift der Körper das eigene Muskelgewebe an. Es gibt also weniger Muskelzellen, die das überschüssige Fett verbrennen könnten. Man nimmt daher am Ende der Diät kaum mehr ab und evtl. sogar zu. Dies kann psychisch sehr frustrierend sein.

Folgen eines Jo-Jo-Effekts

Kommt es am Ende einer Diät zum Muskelabbau, so ist das vor allem für Frauen gesundheitsschädigend. Sie haben ohnehin weniger Muskelgewebe als Männer. Gibt es weniger Muskeln, sind andere Systeme des Körpers (z.B. Knochen, Knorpel etc.) automatisch stärker belastet. Das Osteoporoserisiko für Frauen wird mit jedem weiteren Jo-Jo-Effekt erhöht.

Jo-Jo-Effekt vermeiden

Wer eine Diät beginnen möchte, sollte vorab recherchieren, auf welche Faktoren man vor, während und nach der Ernährungsumstellung achten muss.

Vitamine, Mineralstoffe und der Sättigungseffekt dürfen niemals verloren gehen.

Eine Diät ohne Jo-Jo-Effekt ist immer langwierig und bringt meist in den ersten vier Wochen wenig oder noch gar keinen Erfolg. Die Kalorienbilanz während einer Diät sollte bei 250 Kilokalorien (+/– 100 Kilokalorien) zwischen aufgenommenen und verbrauchten Kalorien pro Tag liegen. Nur so kann eine gesundheitsschädigende Wirkung (Reduzierung des Muskelgewebes und damit erhöhtes Risiko für bestimmte Krankheitsbilder)vermieden werden.

Sportliche Aktivität, vor allem Kraftsport, verhindert den Abbau von Muskelmasse und verbraucht zusätzlich Kalorien. So ist eine drastische Reduzierung der Kalorien meist nicht erforderlich.

Eine Diät sollte immer individuell auf eine Person zugeschnitten sein. Auf diese Weise ist eine persönliche und dauerhafte Ernährungsumstellung möglich. Nach der Diät sollten die aufgenommenen Kalorien langsam Woche für Woche wieder angehoben werden, bis das erreichte Gewicht gehalten wird.

Relevante Symptome Gewichtszunahme
Relevante Behandlungsmethoden Fettabsaugung, Magenverkleinerung

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