Kindergarten

  • Autor: Alexander Störmer
  • Qualitätssicherung: Dr. N. Schmidt
  • Überarbeitet: 27.07.2010
  • Artikel: 07.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Spielende Kinder im Kindergarten

© flickr.com/woodleywonderworks

Durch die Betreuung des Nachwuchses im Kindergarten sollen Eltern entlastet werden. Zugleich soll die Kinder eine zuverlässige Fürsorge und Erziehung bekommen. Allerdings wird die Suche nach dem richtigen Kindergarten für viele Eltern zur Belastung.

Sie müssen entscheiden, welcher Kindergarten und welches Erziehungskonzept für ihr Kind das Beste ist. Außerdem ist es oft schwierig, einen guten Kindergartenplatz zu bekommen. Deshalb sollte früh mit der Suche begonnen werden. Neben den staatlichen Kindergärten gibt es auch viele private Einrichtungen mit besonderem Konzept.

Diese Erziehungskonzepte gibt es

Freinet-Kindergarten

Im Freinet-Kindergarten können die Kinder den Tagesablauf selbst mitentscheiden und bekommen so von den Erziehern viel Vertrauen entgegengesetzt. Sie haben viele Freiheiten, werden individuell gefördert und lernen, früh Verantwortung zu übernehmen.

Montessori-Kindergarten

Im Montessori-Kindergarten werden den Kindern alle Freiräume gewährt, um sich selbstständig zu entfalten und die kindliche Neugierde voll und ganz auszuleben. Es gibt weder Lob noch Tadel. Stattdessen soll der eigene Wille zum Lernen gefördert werden, der jedem Kind zu Eigen ist. Mit verschieden Materialien werden zum Beispiel einfache Übungen zur Mathematik gemacht. Die Kinder werden ständig beobachtet, allerdings wird selten eingegriffen.

Waldorf-Kindergarten

Der Waldorf-Kindergarten orientiert sich am pädagogischen Konzept von Rudolf Steiner. Es beruft sich auf die Grundlagen der Anthroposophie. In dieser Weltanschauung wird die „geistige“ Welt des Menschen in den Vordergrund gestellt. Im Waldorf-Kindergarten werden daher vor allem musische und künstlerische Fähigkeiten trainiert. Die Kinder besuchen anschließend oft die Waldorfschule.

Bilingualer Kindergarten

Der bilinguale Kindergarten arbeitet meist mit Kindergärtnerinnen aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Die Kinder werden zum Beispiel von einer Deutschen und einer Engländerin betreut. Durch das Zusammenleben werden die Kleinen (selten mehr als 20) spielerisch und situationsbedingt in die Fremdsprache eingeführt. Besondere Vorkenntnisse sind in der Regel nicht erforderlich und Erfolge sind relativ schnell zu verbuchen.

Musikkindergarten

Im Musikkindergarten werden spielerisch erste Kontakte mit Musikinstrumenten sowie Gesang und Tanz angelegt. Das Kind wird dabei nicht gezwungen, ein Musikinstrument zu erlernen. Kreativität wird hier groß geschrieben. Die Kinder können zwischen Spielzeug und Instrumenten frei wählen.

Waldkindergarten

Der Standort des Waldkindergartens ist der Wald. Hier gibt es keine Spielsachen. Die Kinder beschäftigen sich mit den Dingen, die sie in der Natur finden. Den ganzen Tag an der frischen Luft und ohne den üblichen Stadtlärm können Kinder hier ihren Entdecker entfalten. Selbst bei Regen wird der Wald erforscht und nur bei extremen Witterungsbedingungen wird eine Schutzunterkunft aufgesucht. Dafür steht meist ein Gebäude in der Nähe. Auf diese Art werden das Verhältnis zur Natur und die Kreativität gefördert und zugleich das Immunsystem gestärkt.

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