Piercings

  • Autor: Luisa Stoppa
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 18.02.2010
  • Artikel: 07.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Ein gepierctes Ohr

© flickr.com/AdamSelwood

Piercing kommt vom Englischen „to pierce“. Das bedeutet „durchbohren“ oder „durchstechen“. Es handelt sich um Körperschmuck.

Was ist ein Piercing?

Piercing kommt vom Englischen „to pierce“. Das bedeutet „durchbohren“ oder „durchstechen“. Es handelt sich um Körperschmuck. Dabei werden Ringe oder Stäbe durch die Haut oder das Knorpelgewebe gestochen, d.h. „gepierct“. Das Piercing kann an verschiedenen Körperstellen sitzen, zum Beispiel Nase, Bauchnabel, Brustwarze.

Geschichte des Piercings

Das Piercen ist keine Neuentwicklung der westlichen Kultur. Schon von vor tausenden Jahren war es Bestandteil der Kultur weltweiter Völkerstämme. Die Stämme grenzten sich so von anderen Völkern ab.

Zudem symbolisierte das Piercing spirituelle Rituale. Von afrikanischen Völkern sind zum Beispiel Piercings in Lippen, Ohren, Nase und Genitalien überliefert. Ein markantes Beispiel stellen die Tellerlippen dar, die bei den Mursi als Schönheitsideal gelten.

Seit den 70er Jahren erfreut sich das Ohrläppchenpiercing oder „Ohrlochstechen“ großer Beliebtheit bei Frauen. Früher wurde dieses noch von Juwelieren gestochen. Auch die Hippie- und Punkbewegung prägten den Körperschmuck. Mitte der 90er wurde das Piercing zu einem Modetrend der Jugendszene. Vor allem Bauchnabel-, Augenbrauen- und Nasenpiercing waren sehr gefragt.

Vor dem Piercen zu beachten

Vor dem Stechen sollte man sich genau über die Risiken eines Piercings informieren und ein geeignetes Studio (siehe unten) auswählen. Auch die Körperstelle, an der der Schmuck eingesetzt wird, sollte gut durchdacht sein. An einigen Regionen läuft der Wundheilungsprozess schneller ab als an anderen.

Ferner sollte man sich darüber im Klaren sein, dass sich die Schmerzintensität an den einzelnen Körperregionen unterscheidet.

Bei der Auswahl des Piercingstudios zu beachten

Das Piercen sollte nur von Fachleuten ausgeführt werden. Ein gründliches Betrachten des Studioraums ist zu empfehlen. Dabei sollte besonders auf Sauberkeit geachtet werden. Das Studio sollte hell sein und unbedingt über ein Sterilisationsgerät verfügen. In einem seriösen Studio wird bei Minderjährigen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern verlangt.

Beim Piercen müssen Handschuhe getragen werden. Während des Vorgangs sollte das Fachpersonal nicht mit den Handschuhen nach dem Telefon greifen. Geschieht dies trotzdem, muss der Piercer neue Handschuhe anziehen, bevor er den Vorgang fortsetzt. Das Studio sollte verschiedenen Schmuck anbieten, darunter auch nickelfreie, nicht allergene Stücke.

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