Prüfungsangst ist eine Panik ähnliche Sorge vor oder während einer Prüfung, welche sich in zwei unterschiedlichen Weisen äußern kann.
Zum einen führt sie auf Grund des hohen Adrenalin- und Endorphinausstoßes zur Steigerung der Leistungsfähigkeit.
Zum andern erzeugt sie Denkblockaden und ein Gefühl der Beklemmung. Hält die Angst besonders lang an, kann sie in Mutlosigkeit und Depression resultieren.
Ursachen für Prüfungsangst
Oft liegen die Gründe für Prüfungsangst in der Kindheit und Jugend eines Menschen: das Gedicht bei den ersten Weihnachtsfesten, Theateraufführrungen und Referate in der Schule, die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen oder die Führerscheinprüfung.
Weitere Gründe sind zudem mangelnde Fähigkeit in der Bewältigung von Belastung und Stress, ungenügende Lern- und Vorbereitungsstrategien und zu hohe Erwartungen an das Prüfungsergebnis.
Ebenso spielen schwierige Lebensumstände zum Zeitpunkt der Prüfung eine wichtige Rolle, wenn davon existenzielle Faktoren abhängen, wie beispielsweise bei einem Bewerbungsgespräch.
Bewältigung der Prüfungsangst
Prüfungsangst kann durch spezielle Entspannungstechniken und gute Lernstrukturen behandelt werden.
Zu den Entspannungsverfahren zählt die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen[1], bei welcher nacheinander alle Muskeln bewusst entspannt werden.Eine weitere Möglichkeit stellt die Selbsthypnose dar.
Um eine gute Lernstruktur vor einer Prüfung zu schaffen, werden einzelne Schritte in einen geregelten Tagesablauf eingeordnet und abgearbeitet.Therapeutische Ansätze sind die Verhaltenstherapie nach Skinner, die Psychoanalyse nach Freud und die Hypnose.
Weiterführender Link:
- [1] Wikipedia: Progressive Muskelentspannung




