BMI - Body Mass Index

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 26.04.2013
  • Artikel: 11.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Waage und Maßband

©iStockphoto.com/WendellandCarolyn

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Der Begriff „Body-Mass-Index“ (BMI) kommt aus dem Englischen und bedeutet „Körpermassezahl“. Mit dieser Zahl kann man das Gewicht einer Person in Bezug zur Körpergröße beurteilen.

Dabei gibt der BMI lediglich einen groben Richtwert an. Statur, Trainingszustand und Alter der jeweiligen Person werden nicht berücksichtigt. Des Weiteren bewertet der Body-Mass-Index nicht die Körperzusammensetzung zwischen Fett, Muskeln und Wasser.

BMI – Entstehung

Der belgische Astronom und Statistiker Adolphe Quételet erfand im 19. Jahrhundert den Body-Mass-Index. Damals wurde das Übergewicht zunehmend zum Problem. Durch den BMI sollte es vorzeitig erkannt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelte eine Tabelle zur Einordnung des persönlichen Body-Mass-Index. Mögliches Übergewicht und entsprechende Gesundheitsgefährdung können so erkannt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) verfeinerte die Bewertung und ergänzte eine Einteilung in Kinder, Männer und Frauen.

BMI – Formel

Zur Berechnung des BMI wird das aktuelle Körpergewicht durch die gemessene Körpergröße im Quadrat geteilt. Das Körpergewicht wird in Kilogramm und die Körpergröße in Meter angegeben. Ein Beispiel: BMI = 70 kg / (1,78 m)² = 22.

Der optimale Body-Mass-Index

Laut der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist ein Mann normalgewichtig, wenn sein BMI zwischen 20 und 25 liegt. Frauen hingegen sind, aufgrund der geringeren Muskelmasse, bei einem BMI von 19–24 im normalen Bereich.

Hoher BMI – Konsequenzen

Ein hoher BMI liegt bei über 24 (bei Frauen) bzw. 25 (bei Männern). Sollte der BMI über diesen Werten liegen, müssen zunächst alle Faktoren bedacht werden. Handelt es sich um einen schlanken oder einen kräftigen Typ? Möglicherweise macht der Getestete viel Krafttraining oder bei der Rechnerin liegt eine Schwangerschaft vor.

Der Body-Mass-Index sollte nicht direkt nach einer reichhaltigen Mahlzeit berechnet werden. Zudem ist daran zu denken, dass der Stoffwechsel im Alter langsamer wird und einige Reserven dem Körper gut tun. Sollte der BMI dennoch zu hoch sein, kann ein Ernährungsberater oder der Arzt aufgesucht werden, um die Ernährung gemeinsam langfristig umzustellen. So kann das Wunschgewicht wieder erlangt werden.

Niedriger BMI – Konsequenzen

Ein niedriger BMI beginnt unter 19 (bei Frauen) bzw. 20 (bei Männern). Sollte der BMI unter diesen Werten liegen, sollte nach den Ursachen geforscht werden. Handelt es sich um einen eher schlanken oder kräftigen Typ? Eventuell wird zu viel Ausdauersport betrieben oder es wurde seit längerer Zeit nichts mehr gegessen. Bei zu niedrigem Body-Mass-Index sollten tagsüber reichhaltige Mahlzeiten (z.B. Nudeln, Reis oder Kartoffeln) zu sich genommen werden.

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