Ernährungsphysiologie

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 06.07.2011
  • Artikel: 10.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Frau liest Inhaltsstoffe der Ware beim Einkaufen

©iStockphoto.com/sjlocke

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Die Ernährungsphysiologie ist ein Teilgebiet der Physiologie (griechisch für Natur). Diese wiederum ist ein Teilgebiet der Biologie und setzt sich mit den im Köper ablaufenden Prozessen auseinander.

Die Ernährungsphysiologie beschäftigt sich mit der Menge und Zusammensetzung von Lebensmitteln und mit der Aufnahme und Verwertung der zugeführten Lebensmittel im menschlichen Organismus.

Das Max-Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittel forscht zum Beispiel an den Funktionen der einzelnen Nährstoffe und deren Zerlegung im menschlichen Organismus.

Die eigene Ernährungsphysiologie beeinflussen

Um die eigene Ernährungsphysiologie zu beeinflussen, sollten zunächst die aufgenommen Nährstoffe analysiert und eventuell verändert werden. Auch die Anzahl der aufgenommenen Mahlzeiten kann festgestellt werden. Hier empfiehlt es sich, mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen.

Des Weiteren muss das Geschlecht berücksichtigt werden. Eine Frau benötigt aufgrund der geringeren Muskelmasse und des niedrigeren Gewichts weniger Kalorien als ein Mann.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Mit den Lebensjahren, vor allem aber zwischen 35 und 45, verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Körper stellt weniger Kalorien als Energie bereit. Überschüssige Energie wird schneller als Reserve eingelagert.

Zudem haben die Lebensbedingungen Einfluss auf die Ernährungsphysiologie. Dazu zählen sowohl private Verhaltensweisen als auch die geistige und körperliche Anstrengung im Berufsleben.

Beispielsweise benötigt eine Frau, die körperlich schwer arbeitet, genauso viele Kalorien wie ein berufstätig sitzender Mann.

Insgesamt sollte also eine Frau über 35, die ihre Berufstätigkeit hauptsächlich sitzend ausübt, eher auf kalorienreiche Mahlzeiten, besonders in großen Mengen, verzichten. Die Lücken zwischen den Mahlzeiten können mit Gemüse oder Obst gefüllt werden.

Wer nicht auf Süßes verzichten kann, sollte lieber eine kleine Süßigkeit vormittags und eine Kleinigkeit nachmittags naschen, als alles auf einmal zum Kaffee zu verspeisen.

Ernährungsphysiologie zum Abnehmen

Eine optimale Ernährungsphysiologie basiert auf der individuellen Analyse von aufgenommenen Nährstoffen, Lebensbedingungen, Alter und Geschlecht. Figurbewusste Menschen sollten sich mit der Häufigkeit der Mahlzeiten, der Menge der einzelnen Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett und letztendlich mit dem Zeitpunkt der zugeführten Lebensmittel auseinandersetzen.

Man geht davon aus, dass der Körper bei mehreren kleinen Mahlzeiten weniger überschüssige Energie hat, die eingelagert werden kann. Die letzte Mahlzeit sollte mindestens vier Stunden vor dem Schlafen aufgenommen werden. Eiweißhaltige Mahlzeiten wie Magerquark, Fisch, Fleisch etc. können bis zu zwei Stunden vor dem Schlafengehen verzehrt werden.

Ein reichhaltiges Frühstück bestehend aus Eiweiß und Kohlenhydraten wie Käse, Obst und Brot wird als günstigste Mahlzeit für einen optimalen, energiereichen Tagesverlauf angesehen.

Das Thema Fett wurde schon häufig diskutiert. Dabei wird betont, dass „Fett nicht gleich fett macht“.

Dennoch sollte man sich relativ fettarm ernähren. Eine Ausnahme bildet fetter Seefisch, zum Beispiel Lachs. Die im Fisch enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren benötigt der Körper für Stoffwechselvorgänge und als Energie.

Das Abnehmen kann zudem durch Stimulation des Kalorienverbrauchs unterstützt werden. Sportliche Aktivität ist eine gute Möglichkeit dafür.

Unter Berücksichtigung der Lebensbedingungen sollte man sich so viel wie möglich bewegen. So kann man statt dem Fahrstuhl die Treppe benutzen oder in der Mittagspause einen Spaziergang machen. Auch nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten sollten nach Möglichkeit zu Fuß anvisiert werden.

Relevante Symptome Übergewicht
Relevante Behandlungsmethoden Ernährungsberatung, Ernährungsumstellung

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