Erste Hilfe bei einer Gehirnerschütterung

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 15.02.2010
  • Artikel: 10.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
CT-Untersuchung am Kopf

©iStockphoto.com/Snowleopard1

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Eine Gehirnerschütterung, auch als Schädel-Hirn-Trauma bekannt, ist eine Hirnschädigung ausgehend von einem Sturz oder einen Schlag auf den Kopf.

Dadurch können Gehirnfunktionen vorübergehend gestört sein. Bei starken äußeren Einwirkungen kann es zur kurzen Bewusstlosigkeit kommen.

Ursachen der Gehirnerschütterung

Ausgelöst werden kann eine Gehirnerschütterung durch einen Unfall, einen Sturz auf den Kopf, ein Aufprallen des Schädels auf einen harten Gegenstand oder durch einen Schlag auf den Kopf.

Symptome der Gehirnerschütterung

Im Falle einer Gehirnerschütterung kann es nach der äußeren Einwirkung auf den Kopf zu Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen. Vereinzelt wird der Betroffene direkt nach der Einwirkung auf den Kopf ohnmächtig. Schläfrigkeit, Verwirrtheit und ein vorübergehender Gedächtnisverlust (Amnesie) sind möglich. Sehstörungen können auftreten.

Erste Hilfe bei Gehirnerschütterung

Bei einer Bewusstlosigkeit sollte der Verunglückte in die stabile Seitenlage gebracht werden, damit er im Fall von Erbrechen nicht erstickt. Ansonsten sollte der Betroffene nicht unnötig bewegt werden. Die Vitalfunktionen sind zu überprüfen. Ist der Patient ansprechbar? Atmet er gleichmäßig und regelmäßig? Die entsprechenden Wiederbelebungsmaßnahmen müssen dann durchgeführt werden. Der Patient sollte möglichst zugedeckt werden, damit nicht zu viel Körperwärme verloren geht. Der Ersthelfer muss den Notarzt rufen.

Therapiemöglichkeiten

Der Patient wird nach dem Unfall 24 Stunden beobachtet, um offene Verletzungen am Schädel auszuschließen. Er sollte sich in dieser Zeit schonen und auf Fernsehen oder Sport verzichten. Eine Gehirnerschütterung heilt meist folgenlos aus, jedoch können in der Heilungsphase häufig Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten. Sollte es dennoch zu Komplikationen kommen, werden weitere Maßnahmen getroffen, wie die Durchführung einer Computertomographie (CT) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT), um eine innere Blutung auszuschließen.

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