Skilanglauf

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. N. Schmidt
  • Überarbeitet: 02.08.2010
  • Artikel: 08.12.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Frau beim Skilanglauf

©iStockphoto.com/technotr

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Skilanglaufen ist ein optimaler Ausdauersport für Menschen jedes Alters und jeder Figur.

Zum Einsatz kommt eine große Bandbreite an Muskeln: Trainiert werden Bauch, Beine, Po und Rücken. Man verbrennt Kalorien, das Herz-Kreislauf-System kommt in Schwung und der Körper schüttet Glückshormone aus.

80 bis 90 Prozent der Zeit bewegt sich der Langläufer, anders als der Skiabfahrer, aus eigener Kraft vorwärts. Abhängig von Tempo und Geländebeschaffenheit verbrennt ein Skilangläufer etwa 3000 Kilokalorien, wenn er zweieinhalb Stunden trainiert.

Die Gleit- und Abstoßbewegungen des Langlaufs sind schonend für Wirbelsäule und Gelenke.

Skilanglauf hat folgende Effekte auf den Körper

Muskulatur

Durch die Bewegung auf den Langlaufskiern kombiniert mit dem Einsatz von Stöcken werden sehr viele Muskeln beansprucht: Bein-, Arm- und Rumpfmuskulatur sind gefordert.

Ausdauer

Regelmäßiger Skilanglauf über mindestens eine Stunde erhöht allmählich Ausdauer und Kondition.

Herz

Durch wiederholtes Skilanglaufen an der frischen Luft wird auch der Herzmuskel trainiert. Das Herz schlägt zunehmend ökonomischer, das heißt es pumpt mit weniger Schlägen mehr Blut als das eines Untrainierten.

Atmung

Die ausdauernde Bewegung und vor allem auch die frische Luft sorgen für eine Vertiefung der Atmung. Die Lunge wird gut durchblutet.

Stoffwechsel

Langlauf ist sehr kraftaufwendig und hat einen außerordentlich hohen Kalorienverbrauch. Der Stoffwechsel normalisiert sich, ein erhöhter Cholesterinspiegel kann sinken. So wird unter anderem dem Herzinfarkt vorgebeugt.

Immunsystem

Regelmäßiges Langlaufen im Winter stärkt das Immunsystem. Erkältungen und andere Infekte werden seltener.

Schutz vor Krebs

In Studien wurde gezeigt, dass wiederholtes Ausdauertraining vor Brustkrebs schützen kann.

Hält jung

Betreibt man Ausdauersport, kann man einem vorzeitigen Leistungsabbau im Alter vorbeugen. Sportmediziner nehmen an, dass Sport das Leben verlängert.

Stresstoleranz

Ausdauersportler sind psychisch und physisch belastbarer als Untrainierte. Ihre Stresstoleranz wird durch die wiederkehrende Bewegung erhöht. Depressionen und Aggressionen werden auf diese Weise positiv beeinflusst.

Naturerlebnis

Auf Skiern durch eine verschneite Landschaft zu „wandern“, zählt wohl zu den schönsten Naturerlebnissen im Sport. Mit entsprechender Ausrüstung kann das Skilanglaufen auch bei schlechtem Wetter zum außergewöhnlichen Ereignis werden.

Welche Ausrüstung ist nötig?

Neben der passenden wind- und wetterfesten Kleidung, benötigt man die entsprechenden Ski und Stöcke.

Ski, die nicht gewachst werden müssen und die mit Steighilfen für Anstiege versehen sind, eignen sich optimal für Einsteiger.

Die Skilänge richtet sich nach Körpergröße und Gewicht des Läufers. Im Allgemeinen ist heute die Länge der Ski gleich der Körpergröße des Läufers.

Für die schnellere Variante, das „Skating“, sind spezielle Skier erforderlich. Sie sind kürzer und besitzen keine Steighilfen. Auch die Stöcke sind höher als bei der klassischen Technik. Sie reichen dem Läufer bis unter das Kinn, damit er beim Abstoßen den nötigen Schwung erhält.

Wie trainiert man optimal?

Anfängern, die nicht regelmäßig Sport betreiben, wird die klassische Lauftechnik empfohlen, bei der die Ski in der gespurten Loipe geführt werden. Sie beansprucht gleichmäßig den ganzen Körper und ist schnell zu erlernen.

Die sportlichere und schnelle Variante ist das „Skating“, das in seinen Bewegungen dem Eislaufen nachempfunden ist. Diese kraftvolle, aber auch anstrengende Fortbewegung bringt den Läufer in schnelle Fahrt.

Sie ist für Einsteiger nicht unbedingt geeignet, da sie schon vorher regelmäßiges Training erfordert.

Relevante Symptome Übergewicht, Bewegungsmangel
Relevante Behandlungsmethoden Sport, Bewegung

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