Techniken der Rekonstruktiven Chirurgie

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 29.03.2010
  • Artikel: 29.03.2010
  • © 2010 Gesundheitkompakt

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Die rekonstruktive Chirurgie ist ein wichtiges Teilgebiet der plastischen Chirurgie und befasst sich mit der Konstruktion normaler Form und Funktion bei angeborenen Fehlbildungen, aber auch mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Unfällen oder Tumoroperationen.

Welche Techniken werden bei der rekonstruktiven Chirurgie eingesetzt?

Für die unterschiedlichen Indikationen ist ein großes Spektrum an Methoden notwendig. Grundprinzip der rekonstruktiven Chirurgie ist die Verlagerung gesunden Gewebes aus einer Körperregion in einen Defekt einer anderen Region.

Mikrochirurgische Techniken zur Verpflanzung großer Hautareale unter Einschluss von Fettgewebe, Muskeln und Knochen haben wesentlich erweiterte Möglichkeiten zur Wiederherstellung eröffnet. Wichtige Techniken der rekonstruktiven Chirurgie sind zum Beispiel die Endoskopie, die gefäßgestielte Lappenplastik, die Expandertechnik oder der Einsatz von Implantaten.

Mithilfe dieser Methoden können heute große Knochendefekte überbrückt und gelähmte Gesichtsmuskeln ersetzt werden. Voraussetzung für den Einsatz chirurgisch-rekonstruktiver Methoden ist die genaue Kenntnis von Anatomie, Durchblutung, Gefäßarchitektur und der verschiedenen Gewebequalität des gesamten menschlichen Körpers. Dies gilt auch für den Form- und Funktionsverlust an der Entnahmestelle, auch Hebedefekt genannt, denn auch daran wird der Operationserfolg bewertet.

Die Entscheidung über die Wahl der Rekonstruktionsmethode und des verwendeten Gewebes ist also eine komplexe Entscheidung, die viel Erfahrung und fachliche Kompetenz erfordert.

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