Trennkost

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 15.02.2010
  • Artikel: 10.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Trennkost

©iStockphoto.com/egal

Anzeigen

Bei der Trennkost handelt es sich um eine spezielle Form der Diät, bei der eiweißreiche und kohlenhydratreiche Lebensmittel getrennt voneinander verzehrt werden.

Anders als bei den meisten Diäten werden bei dieser Methode keine Kalorien gezählt.

Der Köper bekommt somit langfristig keine dauerhafte Unterversorgung und das Risiko eines Rückfalls in Form einer (Fr)Essattacke ist sehr gering.

Geschichte der Trennkost

Man nimmt an, dass sich die Menschen vielen tausend Jahren durch Trennkost ernährten. Sie aßen, was sie gerade fanden: an einer Stelle etwas Obst, an der anderen Hülsenfrüchte wie Nüsse. Nach einer erfolgreichen Jagd genügte das Fleisch alleine für mehrere Tage.

Basierend auf diesem geschichtlichen Wissen, entwickelte Dr. Howard Hay aus USA Anfang des 20. Jahrhunderts das Prinzip der Trennkost. Er stellte die Hayschen Verdauungsgesetze auf. Sie besagen, dass die verschiedenen Arten von Nährstoffen durch unterschiedliche Enzyme an unterschiedlichen Stellen des Körpers abgebaut werden.

Kohlenhydrate wie Kartoffeln oder Reis werden schon im Mund vorverdaut. Im Darmtrakt werden die Spaltprodukte der Kohlenhydrate dann über die Darmzotten ins Blut übertragen.

Eiweiß hingegen wird erst im Magen durch entsprechende Enzyme zerlegt. Dr. Hay ging davon aus, dass Mahlzeiten, die reichlich Eiweiß und Kohlenhydrate enthalten, nicht optimal verdaut und verarbeitet werden können.

Bestandteile der Mahlzeit bleiben übrig und größtenteils unbearbeitet. Diese unverarbeiteten Anteile werden vom Körper als überschüssig angesehen und als Reserven eingelagert.

Die Trennkost nach Dr. Hay ist aufgrund der fehlenden medizinischen Beweise nur Theorie. Aber die Praxis gibt ihm Recht. Die meisten aller Anwender berichten über Gewichtsverluste und darüber hinaus über den Erhalt des erreichten Gewichts.

Durchführung der Trennkost-Diät

Die Lebensmittel werden in eiweißhaltige, kohlenhydrathaltige und neutrale Lebensmittel sortiert. Zur Eiweißgruppe gehören Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Magerquark, Ei und Käse. Dies sind Lebensmittel mit viel Eiweiß und wenig oder gar keinen Kohlenhydraten.

Die Kohlenhydratgruppe besteht aus Lebensmittel wie Obst, Zucker, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Brot und Getreideprodukte. Alle Süßigkeiten gehören auch zu dieser Gruppe. Die neutralen Lebensmittel können entweder mit der ersten (Eiweiß) oder der zweiten Gruppe (Kohlenhydrate) gegessen werden. Es handelt sich um alle Arten von Gemüse, Kaffee, Tee und alle sogenannten „Zero Produkte“.

Die Trennkost-Diät wird durch eine fettarme Mahlzeitenauswahl stark unterstützt und kann somit ihre Wirkungswahrscheinlichkeit verdoppeln. So wird eine langfristige Gewichtsabnahme möglich. Kohlenhydrat- und eiweißreiche Mahlzeiten sollten nicht nur getrennt, sondern auch abwechselnd verzehrt werden.

Ein Beispiel: Zum eiweißbetonten Frühstück kann angebratene Putenbrust (als Brotbelag) mit Rührei und Käse gegessen werden. Vormittags kann ein kohlenhydratreicher Obstteller den Hunger stillen. Danach sollte wiederum ein eiweißbetontes Mittagessen folgen. Hierfür bietet sich eine Dose Thunfisch kombiniert mit einem Salat (neutrales Lebensmittel) an.

Am Nachmittag folgt eine kleine Kohlenhydratportion, zum Beispiel ein Teller Obst oder ein einfacher Streuselkuchen. Der Kuchen sollte jedoch keine eiweißhaltige Quarkfüllung haben. Abends, nach einem Abstand von zwei Stunden, sollte Eiweiß verzehrt werden, was langfristig die Verbrennung von eigenen Reserven in der Nacht fördert. Geeignete Lebensmittel sind fettarmer Käse (max. 20 Prozent Fett) oder Magerquark (gewürzt mit Kräutern). Heute gibt es unterschiedlichste Formen der Trennkost.

In schwierigen Fällen wird zunächst auf das späte Abendessen verzichtet. Als Weiterführung erfolgt am Tage die Durchführung der eigentlichen Trennkost.

Mehr zu den Themen Gesunde Ernährung, Diät, Abnehmen
Relevante Behandlungsmethoden Ernährungsumstellung

Anzeigen

Gesundheitsfragen zum Thema

Stellen Sie hier Ihre individuelle Gesundheitsfrage