Verhütungsmethode Temperaturmessung

  • Autor: 
  • Qualitätssicherung: Dr. Nikola Schmidt
  • Überarbeitet: 17.08.2010
  • Artikel: 11.09.2009
  • © 2009 Gesundheitkompakt
Ein Thermometer

© flickr.com/Andres Rueda

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Die Temperaturmesung orientiert sich am Zyklus der Frau. Die Zykluslänge ist bei jeder Frau unterschiedlich. Misst man regelmäßig die Basaltemperatur, kann man diesen Zyklus genau bestimmen und daraus schließen, an welchen Tagen man fruchtbar ist und an welchen man ohne Verhütungsmittel auskommt.

Funktionsweise der Temperaturmessung

Die Temperaturmesung orientiert sich am Zyklus der Frau. Die Zykluslänge ist bei jeder Frau unterschiedlich. Misst man regelmäßig die Basaltemperatur, kann man diesen Zyklus genau bestimmen und daraus schließen, an welchen Tagen man fruchtbar ist und an welchen man ohne Verhütungsmittel auskommt.

die Basaltemperatur

Die Basaltemperatur ist die Körpertemperatur nach dem Aufstehen. Also die Temperatur ohne vorherige körperliche Belastung. Die Basaltemperatur zeigt an, in welchem Stadium des Zyklus die Frau sich befindet. Dadurch kann sie die fruchtbaren von den unfruchtbaren Tagen unterscheiden. An unfruchtbaren Tagen ist demzufolge kein Verhütungsmittel erforderlich.

Fruchtbare und unfruchtbare Tage

Die Körpertemperatur der Frau hängt mit ihrem Zyklus zusammen. Zur Zeit des Eisprungs steigt die Körpertemperatur um ca. 0,5 Grad und überschreitet die sogenannte Coverline. Da die Spermien mehrere Tage überleben können, sollte man vier Tage vor bis zwei Tage nach dem Eisprung bzw. dem Temperaturanstieg auf den Geschlechtsverkehr verzichten. An diesen Tagen ist nämlich eine Schwangerschaft möglich.

Risiken bei der Temperaturmessung als Verhütungsmethode

Da sich diese Methode auf die Körpertemperatur beruft, ist jede Abweichung der Körpertemperatur durch Krankheit, starken Alkoholkonsum etc. ein Unsicherheitsfaktor. Zusätzlich erfordert die Temperaturmethode sehr viel Disziplin, da sie jeden Tag durchgeführt werden muss. Man sollte sich also daran gewöhnen, sodass es wie das Zähneputzen zum morgendlichen Ablauf dazugehört.

Ein weiterer Nachteil der Methode ist, dass sie rüchwirkend angewendet wird. Ist die Basaltemperatur beim Eisprung erhöht, sind die vier fruchtbaren Tage vor dem Eisprung, an denen auch eine Schwangerschaft möglich ist, bereits verstrichen. Die Frau sollte diese Methode also nur verwenden, wenn der Zyklus regelmäßig ist. Dann können die vier unsicheren Tage vor dem Eisprung vorausgesagt werden und anschließend durch die Temperaturmessung bestätigt werden.

So sicher ist die Temperaturmethode

Die Temperaturmethode ist aufgrund der Risiken eine relativ unsichere Verhütungsmethode. Diese Form der Schwangerschaftsverhütung hat einen Pearl-Index von 2–10. Dieser Wert besagt dass bei 100 getesteten Frauen, die diese Verhütungsmethode ein Jahr benutzt haben, 2–10 Frauen schwanger werden.

Die Temperaturmethode schützt keineswegs vor Geschlechtskrankheiten wie AIDS, Tripper, Syphilis oder anderen. Daher wird empfohlen, zusätzlich ein Kondom zur Verhütung zu verwenden.

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